
![]() Durch Verfügung der Königlichen Regierung in Minden vom Dezember 1817 waren alle Ämter und Gemeinden verpflichtet, in Zukunft eine Chronik zuführen: so auch für Schildesche. Die Aufzeichnungen füllen fast 300 Seiten und umfassen einen Zeitraum von 1800 bis 1895. Da sie zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens Notizen haben, stellen diese Chroniken ein informatives Zeitzeugnis dar, aus dem der Heimatverein Schildesche e. V. in Zukunft periodisch Auszüge präsentieren wird. Bisher erschienen : 1800–1802, 1800, um1800, 1803-1804, 1805, 1806, 1806, 1806, 1807, 1808, 1809, 1810,1811, 1812, 1813 , 1813, 1815, 1815, 1816, 1816, 1817 |
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Schildescher Chronik aus dem Bielefelder Stadtarchiv |
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1, Büchenholz:
6 Thaler 20 gute Groschen 2, Eichen- und Büchenholz: 5 Thaler 3 gute Groschen 3, Fichten- Espen- und Erlenholz: 4 Thaler 13 gute Groschen 2 Pfennige, außerdem sogenanntes Schweppengeld 6 gute Groschen und für Brantwein 2 gute Groschen; bei dem Detail-Verkauf wurde für 2 gute Groschen gegeben bei nassem Holze: 30 Pfund Büchenholz, 32 Pfund Eichen und Birkenholz, 36 Pfund Fichten-, Espen- und Erlenholz, bei trockenem Holze ohne Unterschied der Holzarten 24 Pfund. Die erforderlichen Steinkohlen wurden aus den durch den Verkauf der Allée auf dem Wege von Schildesche nach Bielefeld gelösten Geldern ad 188 Thaler angeschafft. Der Einkaufspreis der Dornberger Steinkohlen kostete pro Riegel 5 gute Groschen 6 Pfennige, fecit pro Fuder 5 Thaler 1 guten Groschen; das Fuhrlohn für 24 Riegel 2 Thaler, Schweppengeld 3 gute Groschen, für Brantwein 1 guten Groschen und für die Bestellung der Steinkohlen und für das Ausmessen derselben 1 guten Groschen. Es kostete also jede Riegel 8 gute Groschen 8 Pfennige. Bei den Armen fiel das Fuhrlohn ad 2 Thaler weg und bezahlten diese nur 6 gute Groschen 10 Pfennige für die Riegel. Rendant des Magazins war der Heuerling Hagedorn zu Schildesche und musste wöchentlich Rechnung ablegen. Dies Magazin bestand bis zum Jahre 1811, wo es nicht fortbestehen konnte, weil die vorzüglichsten Holzeigenthümer in administrativer Hinsicht von der Gemeinde getrennt und zum französischen Kaiserreiche geschlagen wurden. |
Die Abschrift erfolgte getreu dem Original.
Die Fortsetzung der Schildescher Chronikseiten
bald wieder auf dieser Seite.