
![]() Durch Verfügung der Königlichen Regierung in Minden vom Dezember 1817 waren alle Ämter und Gemeinden verpflichtet, in Zukunft eine Chronik zuführen: so auch für Schildesche. Die Aufzeichnungen füllen fast 300 Seiten und umfassen einen Zeitraum von 1800 bis 1895. Da sie zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens Notizen haben, stellen diese Chroniken ein informatives Zeitzeugnis dar, aus dem der Heimatverein Schildesche e. V. in Zukunft periodisch Auszüge präsentieren wird. Bisher erschienen : 1800–1802, 1800, 1803-1804, um1800, 1805, 1806, 1806, 1806, 1807,1808, 1809, 1810, 1811, 1812 , 1813, 1813, 1815, 1815, 1816, 1816, 1817 |
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Schildescher Chronik aus dem Bielefelder Stadtarchiv |
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Unterm
2ten März 1809 aber wurde die zweite Municipalität mit der ersten
vereinigt. Die Französischen Gesetze wurden eingeführt. Steuer-Erheber
wurde der Küster Schwengeler. Die alte Contribution blieb als Grundsteuer und es musste außerdem Personal- und Patentsteuer bezahlt werden, welche p.p. 6624 Franken betrug. Es wurde eine gezwungene Anleihe von 20 Millionen Franken ausgeschrieben, wozu die Gemeinde 11300 Franken hergeben mußte. Der Geburtstag des Königs Hieronymus Napoléon mußte gezwungen in der Kirche gefeiert werden. Das Conscriptions-System wurde eingeführt, das heißt alle jungen Männer von 20 Jahren an mussten ohne Unterschied des Standes und Ranges Soldaten werden. Schmerzliche Wunden wurden dadurch manchem Vater- und Mutterherzen geschlagen; indeß war es den Eltern erlaubt, einen Stellvertreter zu kaufen. Dies thaten hier mehre Colonen und die Stellvertreter wurden zu 200 bis 600 Thaler gekauf. |
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UIm
Monat August diesen Jahres hatten nicht unbedeutende Einquartierungen
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Die Abschrift erfolgte getreu dem Original.
Die Fortsetzung der Schildescher Chronikseiten
bald wieder auf dieser Seite.